Grosser Saal – grosser Abend. Das CNO-Panel aus Sicht eines Referenten
Eines vorweg: Ich habe noch nie in einem so schönen Saal gesprochen. Doch das war nur der Rahmen. Ich habe sehr viel von diesem Abend mitgenommen. Zunächst, dass es allen Zweifeln zum trotz, doch hervorragendes Wirtschaftskabarett gibt. Auf vielen Business-Veranstaltungen kommen Künstler als Pausen-Clowns zum Einsatz – und so verhalten die sich dann auch. Diesmal war es anders. Ich muss freilich zugeben: Ich hatte große Mühe, dem Berner-Deutsch von Schertenlaib & Jegerlehner zu folgen. Doch was ich verstanden habe, hatte Qualität und Originalität, die ich in vergleichbarem Rahmen noch nie erleben durfte.
Zum Zweiten bin ich es als deutscher Redner nicht zwingend gewohnt, dass man mir zuhört. Spätestens nach zehn Minuten fangen die hinteren Tische an, sich für anderes zu interessieren und sich darüber auszutauschen. Mein Vortrag hatte eindeutig schwächere Passagen. Und dennoch habe ich jederzeit gespürt, dass mir die Gäste im Saal die volle Aufmerksamkeit schenkten. Das hat mich beeindruckt.
Drittens wurde ich vor der Berner Platte gewarnt. Sehr schwer, etwas fett, man könne danach nicht schlafen. Diese Warnung war freundlich gemeint, aber – ich erlaube es mir so deutlich zu sagen – überflüssig. Der deutsche Magen kennt und schätzt bekanntlich Fleischgerichte diese Art. Ich habe hervorragend gegessen, ein wenig zu viel getrunken und sehr gut geschlafen. Ich danke dem unfassbar sympathischen Team von Dr. Sieber für einen großen Abend.
Thomas Ramge

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